»Whatever doesn’t kill me makes me stronger«. (Maya Angelou)

Freitag 22.11.19 | 20.00 Uhr im resonanzraum, St. Pauli

 

»Was willst du von ihr?«, fragte Phoolan, die die Antwort verriet, bevor der alte Mann vielsagend lächelte. Was er von ihr wollte, war das, was alle Männer von ihr wollten, seit sie ihrem Ehemann davongelaufen war und in Unehre lebte, ein gefallenes Mädchen von niederer Herkunft, zu gebrauchen nur noch für schmutzige Arbeiten und schmutzige Gelüste. Für höhere Kasten wie die Thakur, zu denen der alte Mann gehörte, seine weiße Tracht verriet es, war sie sexuelles Freiwild. »Ich habe von Phoolan gehört«, sagte er, »und ich muss sie haben«. Phoolan bat den Mann zu warten. Von einem nahen Baum schnitt sie einen dicken Ast ab, er lag gut in der Hand. Als sie zurückkehrte, schlug sie so lange auf den Alten ein, bis er blutend das Weite suchte. »Du wolltest Phoolan«, schrie sie ihm hinterher, »hier hast du Phoolan!«  (Jens Mühling »Die Rache der Phoolan Devi“, Jens Mühling, Der Tagesspiegel 05.08.2013)

Your Wealth is my Terror basiert auf der Erlebniswelt vieler Frauen. Ausgangspunkt der Performances sind drei Texte, welche entschlossen und als Akt des Widerstandes davon erzählen. Beobachtend, ermutigend, anklagend — sagen sie:  »Whatever doesn’t kill me makes me stronger«. (Maya Angelou)

Janina Luckow: Konzept und Video-Installation
Huihui Cheng: Komposition, Elektronik
Julia Mihály: Komposition, Stimme, Elektronik
Lin Chen: Schlagzeug
Susanne Kabalan: Harfe

Valeriya Myrosh: Klavier

Xiao Fu: Komposition, Elektronik


Texte von:
Phoolan Devi Collective - A poem for men
Maya Angelou - Still I Rise

The Counting Sisters - Julia Mihály
Eine allegorische Darstellung vom »Zählen der Toten«, einem Ritual aus dem Märchenbuch  »The Counting Sisters and other Stories« von Amar Kanwar.

 


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