Donnerstag 28.06.18 | 18.00 Uhr im resonanzraum, St. Pauli
Zum Auftakt des CLAB füllt die einzigartige Besetzung aus zwei Gitarren, zwei Celli und zwei Tänzern den resonanzraum mit energiegeladenen Sounds und Bewegung. MIRROR STRINGS verleitet das Publikum in meditative Erinnerungen zu versinken. „Grabe die alten Geschichten aus, scharre nach allem, was du finden kannst, dann halte die Scherben ans Licht und sieh sie dir an.“ (Paul Auster). Der eingeflochtene Tanz intensiviert Wahrnehmung und Empfindung der Musik.
ARVO PÄRT | Spiegel im Spiegel*
ASTOR PIAZZOLLA | Whisky*
SHADI KASSAEE | Le miroir magique (dedicated to MIRROR STRINGS) - 2017
EDVARD GRIEG | From Holberg’s Time - Suite in Olden Style, op. 40*
TILMAN HÜBNER | Quartett 7 (dedicated to MIRROR STRINGS) - 2017
*Arrangements by MIRROR STRINGS
MIRROR STRINGS:
Luisa Marie Reichelt, Gitarre
Johann Jacob Nissen, Gitarre
Samuel Selle, Violoncello
Phillip Wentrup, Violoncello
TÄNZER/INNEN:
Sophie Vergères
Pablo von Sternenfels
CHOREOGRAFIE:
Winnie Dias, Sophie Vergères & Pablo von Sternenfels
Wofür steht euer Projekt?
MIRROR STRINGS - zwei Gitarren verschmelzen mit zwei Celli. Eine einzigartige Besetzung, eine große Möglichkeit: Die Möglichkeit, losgelöst von alten Strukturen und
Konventionen eine eigene Sprache und ein einzigartiges Musikerlebnis der klassischen Musik zu erschaffen. Jedes Werk bearbeiten wir selbst und „schreiben es uns in die Finger“ oder es wird für
uns komponiert. So wird aus der „Holberg Suite“ von Grieg ein neues Werk, so entsteht, dank vieler Komponisten/innen die für uns schreiben, Musik ganz neu!
Was sind die größten Herausforderungen?
Es gibt zwei: Die erste Herausforderung ist einer der Gründe, warum wir uns gegründet haben: Kein Repertoire. Das bedeutet
viele neue Möglichkeiten und gleichzeitig auch viel Arbeit! Viel Zeit für die Partituren, die wir selbst bearbeiten und natürlich viel Zeit, Einsatz und Beschäftigung für die Komponisten/innen,
die uns ihre Werke widmen.
Dafür sind wir sehr dankbar!
Zweite Herausforderung: Auch wieder Fluch und Segen ist die Balance. Ein Cello ist einfach viel lauter. Eine Gitarre kann dafür viel leiser. Fluch also, weil bei
Bearbeitungen oder neuen Werken die Balance immer im Mittelpunkt steht - Segen, weil die klangliche, ästhetische und dynamische Bandbreite so spannend ist!
Was macht euer Projekt beim CLAB Festival besonders?
Beim CLAB Festival arbeiten wir mit Tänzern zusammen. Es ist faszinierend, wie der Tanz die Musik auf eine ganz eigene Weise interpretiert, ihr eine Körperlichkeit
und Unmittelbarkeit verleiht. Und bei vier sitzenden Musikern kann etwas Bewegung im Raum auch nicht schaden!